
Ben's blauer Datsun vor unserem Haus, geiles Auto, gefäller er dir, Schnaggi?
Nach nem Starbucks Abend ein Teil unserer Bande


Ich auf unserem Vordach...

...und der Sprung in den Pool.

Also nun, die ersten zwei Wochen sind geschafft! Und wow, was soll ich sagen?! Ich bin überwältigt! Der erste Eindruck: HAMMER! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Die Gegend ist spitzenmäßig. Wir sind hier in einem Wohngebiet, also wie am Dorf. Oder eher wie ne Kleinstadt. Ich mag die Art der Häuser und das ganze „Drum Herum“. Okay, Hausbau darf man nicht mit Deutschland vergleichen J. Die erste Woche hab ich die meiste Zeit Darcy (der Baseleiter) viel geholfen. Neues Haus für die Mädels einrichten, Kabel verlegen und „bunk-beds“ (Etagenbetten) bauen. Zum Thema Kabel verlegen; wir haben eine neue Steckdose aufgesetzt. Es wird kein Schlitz geklopft, haha – eine Handsäge in Messerform in die Wand gehauen und gesägt J. Zwecks der Betten bauen war ich auch schon bei „Bunnings“ shoppen, der australische OBI. TOP! Und Darcy hat mich zum Lunch auf einen Kebab eingeladen. Verrückt die Australier, essen Lahmachun mit Pilze, rote Beete und so. Und haben bestimmt acht bis zehn verschiedene Soßen zur Auswahl (süß-sauer, BBQ, hot chili,…). Aber das Beste: die Besitzerin, eine Türkin, die in Wetzlar aufgewachsen ist! Wie klein doch ist.
Die Woche musste ich mich selbst versorgen und es gibt definitiv billigere Orte zum Leben. Ist halt eine Touristengegend. Milch, Saft und son’ Kram kommt in 3L Kanistern. Tetra Pak kennen die glaub noch nicht. Wasser schmeckt aus den meisten Hähnen nach Chlor, dass ist für mich sehr ekelhaft. Aber wir haben zum Glück einen in der Küche, wo das Wasser normal schmeckt.
Was ich nicht gedacht hätte; man liest es überall und jeder der mal Down Under war sagt es, die Aussis sind super freundlich und kumpelhaft. Es stimmt absolut! Finde ich sehr faszinierend. Man wird hier auf der Straße mit „Hey Buddy“ begrüßt und wenn man Hilfe braucht sind alle sehr offen.
Die erste Woche Schule ist auch rum. Wir sind sechs Jungs, haben ein Zimmer, sechs verschiedene Nationalitäten und sind eine geile Truppe. Komplett verschieden, aber jeder hat was Besonderes. Und wir sind nach einer Woche schon so dicke, echt genial. Montag war Schnitzeljagd durch Surfers Paradise, zum kennen lernen und Gegend auskundschaften. Dann der Rest der Woche war mehr Orientierungswoche, was ist YWAM, was macht YWAM und all der Kram.
Dann hat sich jeder Vorgestellt, was er bis jetzt gemacht hat und warum er hier ist, quasi Zeugnis gegeben. Sehr krass, weil man die Leute mit einmal doch sehr persönlich kennen lernt und was für heftige Zeiten manche durch haben, wo man es nie erwartet hätte. Nächste Woche geht es dann endlich richtig los.
Mein Englisch; ich glaube und hoffe, das ich mein Anfangstief hinter mir habe. War anfangs sehr frustriert, weil ich nix verstanden habe und absolut nicht wusste, wie ich mich ausdrücken soll. Verstehe lange noch nicht alles und es kostet wirklich verdammt viel Konzentration. Aber es ist glaube bei weitem besser. Sagt zumindest Jeder ;-). Ne man unterhält sich manchmal ohne nachzudenken, das ist toll! Und habe ja zum Glück Markus aus Finnland dabei, dem geht’s nämlich ziemlich ähnlich.Und Livia aus der Schweiz hat auch Probleme, so kann man sich gegenseitig ermutigen und helfen.
Was ich sehr geil finde, kenne ich so nicht von YWAM bases; hier haben alle ein richtiges Herz dafür raus zu gehen und Leute zu erreichen. Hier wird jede Menge unternommen: BBQ im Park (essen umsonst), Coffee Bus bei einer großen Mall (ebenfalls umsonst), bei einem großen jährlichen Autorennen in Surfers Paradise am Haupteingang Würstchen für umsonst verteilen und dabei mit den Leuten ins Gespräch kommen. Man kann ihnen erzählen, was man macht und warum man das macht. Beim jährlichen Schoolies (Schulabgang) kommen jedes Jahr 40 – 50.000 Schüler nach Surfers und feiern zwei Wochen am Stück, wobei es immer eine hohe Selbstmordrate gibt, dafür wurde extra eine eigene Bande gegründet, die in die Hotels gehen und sich um die Jugendlichen kümmern. Nenne sich die „Red Frogs“ und Hotelinhaber wünschen sie sich, weil sie zugleich auch für etwas Ordnung sorgen. Und jährlich kommen tausende Touristen aus den arabischen Ländern, alles Moslems, die zum größten Teil noch nie was von Jesus gehört haben. Zudem arbeitet YWAM GC auch in manchen Schulen mit und gestalten den Reli Unterricht. Das tolle ist, die meisten Events, wie Autorennen, Schollies und so finden in den nächsten drei Monaten statt. Bin sehr gespannt. Jetzt habt ihr ja erst mal genug zum lesen und ich kann mir wieder eine Woche oder so Zeit lassen J. Mal sehen wann ich es das nächste Mal schaffe.
Bis dahin alles Liebe, Simon